Auf den Hügeln des Lichts im Tale einer mondlosen Nacht
Free Image Hosting
<>
| Besucher online

Navi

StartÜberGästebuchKontaktArchivAboRSS

Kategorien

Vorwort class="navi"> Bemerkungen/AnkündigungenReligion und AtheismusGedichte class="navi"> Systematische Philosophie class="navi"> Aphorismen class="navi"> Sonstiges class="navi"> Zitatensammlung class="navi">

Links

YouTube Kanal von mindandshade The Reason ProjectBreathing Shadows Kina GrannisBücher tauschen myblogMondgöttinOpheliaGesellschaft für Philosophie und Wissenschaft e.V.Ein Projekt zur Förderung der Philosophie im InternetDeutsche Gesellschaft für phänomenologische ForschungPhilosophieblog.dePhilosophische BüchereiPhilosophiebuch.dePhilosophy, Probability, and ModelingHistorische Texte und WörterbücherPsychological Research OnlineLigafaktur (Ein Frakturschreibprogramm)Fraktur PlattformFreunde der deutschen KurrentschriftStiftung Deutsche SchriftDas Wörterbuch-NetzBlog DirectoryBlogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog Top Liste - by TopBlogs.defrisch gebloggtBlog Verzeichnis und Blog WebkatalogBlogverzeichnisTechnorati ProfileAdd to Technorati Favorites
BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor Bookmark and Share
BlogverzeichnisRSS VerzeichnisRSSJutze.ch - WeblogsFeed eintragen | Feed anmeldenReise Webkatalog Jamaicareise.dePage-Portal.com - Der Webkatalog


Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von den Inhalten aller von mir verlinkter Seiten.

Sollte ich mit dem neuen Headerbild gegen irgendwelche Rechte Dritter verstoßen, bitte ich, mich umgehend darauf hinzuweisen!


Copyright © All rights reserved.
No part of the works on this site may be reproduced (by any means) without the written permission of its author!


Designed and assisted by Mondgöttin 07/2008
Vergiftete Gedanken

Die Flüsse der Bitterkeit, so in meinem Herzen zusammenlaufen, haben ein Meer geboren ohne Hafen, und von der Reise, auf welche sie mich mitgenommen, gibt es keine Wiederkehr. Das Glück, so lautet die Erkenntniß, welchem ich theilhaftig geworden, habe ich nicht verdient, viel weniger aber noch die Erfüllung meines einzigen sehnsüchtigen, ja wehmütigen Wunsches: die eine große Liebe zu finden nämlich, einen Menschen, den ich mit dem, was in meinem Innersten ruht, doch geradezu darauf brennt, geweckt und hinausgelassen zu werden, vollkommen erfüllen könnte. Es bedarf dazu keines Glaubens an die Liebe, denn ich weiß, daß es sie gibt, so sie doch in mir wohnt seit Anbeginn der Zeiten. Allein es ist mittlerweile ebenso gewiß, daß sie auch am Ende derselben, so es denn eines geben mag, noch dort seyn wird, unzerstörbar zwar, aber verkümmert. Sie ist nämlich wie eine Blume, welcher bei jedem Versuche aufzublühen, das Wasser entzogen wird, die zwar verwelkt, aber nicht eingeht, und also die Fähigkeit bewahrt, neue Blüten hervorzubringen. Sie ist ein Schein, so die tiefste Nacht zu durchdringen vermag, von vielen bemerkt, von wenigen geachtet, von niemandem acceptirt.
Wenn eine solche Liebe folglich kein Object findet, an welchem sie haften könnte, an welchem sie einen Halt fände und, wichtiger noch, einen Endzweck ihres Daseyns, imgleichen dessen Erfüllung, was bleibt zu thun, als einer unerträglichen Demuth vor der eigenen Nichtswürdigkeit zu verfallen? Sie wird einem mithin zur Last, zu einer unabstreifbaren Bürde, so es einem weder zu leben noch zu sterben ermöglicht, es nicht gestattet, daß man sich ihrer auch nur für einen Moment entledigte.
Ich stehe längst nicht mehr vor den Thoren der Verzweiflung: ich habe die Stadt lange betreten, und, wie jeder, so sich einmal hineinbegeben, nimmermehr hinausgefunden, denn ihre eng verwinkelten Gassen ziehen sich dahin als ein Labyrinth, das nicht mehr zu verlassen ist. Diese düsteren Straßen nämlich, von nichts als Schattenbildern verlorner Seelen bevölkert, werden einem  allzu schnell vertraut, sie prägen sich einem ins Gedächtniß, langsam zwar, aber mit Nachdruck, so daß die Erinnerung an bessre Zeiten zu verblassen beginnt, bis sie schließlich vollständig ausgelöscht.
Stets dieselben Pfade zu beschreiten indes, führt zu keiner neuen Erkenntniß, und ohne eine solche ist es unmöglich, die Pfade des Verderbens zu verlassen. Dieser Kreislauf nun ist unentrinnbar, und vor diesem Wahnsinn kann man nicht, wie vor den meisten alltäglichen Dingen,  die Augen schließen oder sich die Ohren zuhalten. In jedem Augenblick glaubt man, im nächsten zu zerspringen, und man wäre nur allzu bereit, dies hinzunehmen, so es einem die Erlösung brächte – allein es mag doch nicht geschehen.
Ich habe zu leben versucht, es wahrhaftig versucht, indem ich Menschen meine Liebe zutheil werden ließ, allein ich bin gescheitert, in so vielfältiger Weise gescheitert, daß es mir unerträglich geworden. Also habe ich zu sterben versucht, es willentlich versucht, indem ich mich der Selbstentleibung anvertraute, indes, ich bin auch daran gescheitert, am Zynismus des grausamen Lebensflusses, so bald die schweren Stunden ins Unendliche zu dehnen, bald aber die unbeschwerten zu Bruchtheilen von Secunden zu verkürzen beliebt. Und wiewohl man die Hoffnung auf Genesung schon vor Äonen hat fahren lassen, bleibt doch die Sehnsucht darnach, es möchte einen anderen, womöglich gar erreichbaren Zustand geben, eine blinde Utopie zweifelsohne, so einem Trugbilder vorspiegelt, einen bisweilen in geradezu euphorischer Weise zu beflügeln beliebt, um einem mit dem jähen Absturze erneut das Rückgrat zu brechen. So viel Erbauliches, so viel Erhabenes, was der Mensch erdenkt und ersehnt, wie schön es wäre, gäbe es nur diese unüberwindbare Distanz zwischen uns nicht, könnten wir einander doch wirklich nahe seyn, endlich in einen allumfassenden Zustand der Seelengemeinschaft, der Seeleneinheit gar, übergehen – all das, nur um zuletzt in einem dunklen Loch in der Erde verscharrt und über die Generationen vergessen zu werden, zu vermodern und endlich zu Staub zu zerfallen.
Mir ist so schrecklich kalt.
24.1.09 13:38
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen















Gratis bloggen bei
myblog.de