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Zur Unmöglichkeit des Solipsismus, als Resultat eines radikalen Skeptizismus bezüglich der Außenwelt

Was ist ein Gedanke? In den einsamen Stunden ist er alles, ist die ganze Welt ein Gedanke. Es ist aber nicht jeder Gedanke eine Welt. Alle Gedanken sind eine Welt, wenngleich nicht alle Gedanken ein Gedanke sind. Hieraus folgt ebenso wenig, dass die Welt aus Gedanken bestünde, oder gar die Gedanken aus Welten. Die Welt besteht aus Tatsachen, aus allem, was der Fall ist (siehe dazu Wittgenstein, »Tractatus logico-philosophicus«. Die Negation jeglicher Proposition ist bloß sprachlich. Es kann ausgedrückt werden, was nicht der Fall ist, weil wir Überzeugungen haben, die wir mittels der Sprache ausdrücken. Unsere Überzeugungen sind aber nicht unmittelbar, sondern bloß mittelbar mit der Welt korreliert. Darum sind wir uns darüber bewusst, dass die Welt unabhängig von unseren Überzeugungen besteht. Auf andere Weise sind Fehler nicht erklärbar. Die Möglichkeit des Fehlers bedeutet, dass wir uns in dem, von dem wir glauben, dass es der Fall sei, täuschen mögen. Es ist möglich, dass jede einzelne Überzeugung für sich genommen falsch ist. Unmöglich ist es indes, dass alle unsere Überzeugungen zusammen genommen falsch sind (siehe dazu Davidson, u. a. »Three Varieties of Knowledge«. Dies ist undenkbar, und was nicht denkbar ist, ist zugleich unmöglich. Es wird oftmalen der Fehler begangen, zu glauben, eine verworrene oder abstrakte, aber unklare Vorstellung sei etwas Denkbares (diesen Fehler hat auch Wittgenstein nicht gesehen). So haben wir einen abstrakten Begriff von Unendlichkeit, in der Mathematik sogar in zwiefacher, nämlich positiver wie negativer, Weise. Wir rechnen sogar auf gewisse, aber wiederum nur undeutliche, unklare Weise mit diesen Begriffen. Allein niemand vermag sich eine solche Unendlichkeit de facto vorzustellen. Unendlichkeit ist ein in sich widersprüchlicher Begriff, denn seine Vorstellung müsste bis zu seinem Ende verfolgt werden, um eine De-facto-Vorstellung zu erhalten, was per definitionem unmöglich ist. Solange eine solche Vorstellung indes nicht deutlich gemacht werden kann, solange nicht klar ist, was sie eigentlich darstellen, abbilden oder sagen solle, ist sie nicht etwas Denkbares, was den Schluss zuließe, ihr (wie immer definierter Inhalt) sei zugleich möglich. Alles, was wirklich ist, ist auch möglich, und was möglich ist, ist auch denkbar. Der Umkehrschluss gilt indes nicht. Nicht alles, was möglich ist, ist wirklich. Genauso wenig ist alles, was verworren oder unklar vorstellbar ist, auch möglich. Denn was unklar, undeutlich oder verworren ist, ist nicht oder wenigstens nicht vollständig denkbar. Es ist auch zwischen theoretischen und wirklichen Möglichkeiten zu unterscheiden. So wäre es zwar möglich, dass ich drei Augen hätte, allein es ist nicht möglich, dass ich drei Augen habe. Nur weil die Gedanken andere Vorstellungen zulassen – denn die Welt ist, wie gesagt, unabhängig von unseren Überzeugungen –, muss es nicht zugleich möglich sein, dass diese zutreffen. Ebendarum ist ein Solipsismus, als Resultat eines radikalen Skeptizismus bezüglich der Außenwelt sowie des Fremdpsychischen, unzulässig. Wer einen solchen Solipsismus behaupten will, muß zunächst, und sei es nur sich selbst, erklären, woher Gedanken kommen, die wiederum Sprache voraussetzen, um überhaupt zweifeln, fragen und denken zu können. Nun wäre es sicherlich denkbar, dass das solipsistische Ich sich eine Sprache, die es selbst versteht, schafft, und diese Eigenschaft, nämlich die Sprachbeherrschung, auch den Figuren seiner Umgebung zuschreibt. Es ist aber undenkbar, weil absurd, Sprachen zu erschaffen, die andere zwar sprechen und verstehen können, dem solipsistischen Ich jedoch zugleich unzugänglich sein sollten. Sprachen sind Systeme, mittels derer Überzeugungen ausgedrückt werden können. Wer aber jemandem Sprache zuschreibt, muss ihm zugleich Überzeugungen zuschreiben. Und diese Überzeugungen müssen systematisch sein, denn ansonsten wäre die Zuschreibung von Sprache, als System, bar jeden Sinnes. Triangulation (vgl. Davidson, u. a. »The Emergence of Thought«, »Three Varieties of Knowledge« und »What Thought Requires«, Sprache und Gedanken sowie Kommunikation bedingen einander. Gibt es diese nicht, kann das solipsistische Ich auch nicht denken – was undenkbar ist, denn es ist überhaupt nicht intelligibel.
18.3.09 13:18
 


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