Auf den Hügeln des Lichts im Tale einer mondlosen Nacht
Free Image Hosting
<>
| Besucher online

Navi

StartÜberGästebuchKontaktArchivAboRSS

Kategorien

Vorwort class="navi"> Bemerkungen/AnkündigungenReligion und AtheismusGedichte class="navi"> Systematische Philosophie class="navi"> Aphorismen class="navi"> Sonstiges class="navi"> Zitatensammlung class="navi">

Links

YouTube Kanal von mindandshade The Reason ProjectBreathing Shadows Kina GrannisBücher tauschen myblogMondgöttinOpheliaGesellschaft für Philosophie und Wissenschaft e.V.Ein Projekt zur Förderung der Philosophie im InternetDeutsche Gesellschaft für phänomenologische ForschungPhilosophieblog.dePhilosophische BüchereiPhilosophiebuch.dePhilosophy, Probability, and ModelingHistorische Texte und WörterbücherPsychological Research OnlineLigafaktur (Ein Frakturschreibprogramm)Fraktur PlattformFreunde der deutschen KurrentschriftStiftung Deutsche SchriftDas Wörterbuch-NetzBlog DirectoryBlogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog Top Liste - by TopBlogs.defrisch gebloggtBlog Verzeichnis und Blog WebkatalogBlogverzeichnisTechnorati ProfileAdd to Technorati Favorites
BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor Bookmark and Share
BlogverzeichnisRSS VerzeichnisRSSJutze.ch - WeblogsFeed eintragen | Feed anmeldenReise Webkatalog Jamaicareise.dePage-Portal.com - Der Webkatalog


Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von den Inhalten aller von mir verlinkter Seiten.

Sollte ich mit dem neuen Headerbild gegen irgendwelche Rechte Dritter verstoßen, bitte ich, mich umgehend darauf hinzuweisen!


Copyright © All rights reserved.
No part of the works on this site may be reproduced (by any means) without the written permission of its author!


Designed and assisted by Mondgöttin 07/2008
Stille Momente

In dem langen, geräumigen Flur war lediglich das Ticken der alten Großvateruhr zu vernehmen. Sie tickte unermüdlich vor sich hin, gerade so als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt. Freilich brauchte sie sich darob keiner Sorge hinzugeben. Sorgen sind menschlicher Natur, ob es dem Menschen als solchem nun beliebt oder nicht. Vielleicht – und hiebei handelt es sich um ein stark zum »wahrscheinlich« neigenden Vielleicht – ist die Sorge gar der Antrieb alles menschlichen Handelns; wie es etwa Martin Heidegger in seinem Hauptwerke Sein und Zeit oder Jean-Paul Sartre in seinem Hauptwerke L’être et le néant. Essai d’ontologie phénoménologique beschrieben haben. Das Ticken der Uhr, welches durch die Stille drang, dünkte diese Gedanken zu verspotten. Ja, es schien jedweden Gedanken zu verspotten, gleichviel, womit derselbe sich befassen möchte. Denn der Gedanke selbst ist doch nur Momentaufnahme des Vergänglichen, vergessen zumeist im nächsten Augenblick. Universen mögen da entstehen und vergehen, Götter aufsteigen und fallen, Geschichten von Ruhm und Ehre, Verlust und Scham erzählt werden – Jahrhunderte sind nichts, Jahrtausende Bruchteile von Sekunden, Jahrmillionen Minuten. Das alles ist nichts für unser phänomenales persönliches Erleben. Des Menschen Denkvermögen beschränkt sich auf seine unmittelbare Umgebung; selbst in dem, was er erinnert und anticipiert, besteht doch jeglicher Gedanke einzig aus Analogien zu dem Unmittelbaren. Blind aber sind wir nicht, Freunde, blind ist nur, wer sich selbst die Augen verbindet. Das alles hat seine Fascination, seinen Reiz, seine Anziehungskraft, dieweil es melancholisch-erhaben zwischen unseren Alltagsträumen schwebend dahingleitet und keinen rechten Stillstand, keinen rechten, allein ihm zuzuweisenden Platz findet noch finden mag. Worin aber Trost suchen, da das Extrinsische hiezu nicht taugt? Wie nun Reiz und Sehnsucht vereinen, da das eine Factum ist, das andere aber Wunsch? Im Kleinen also nur bleibt uns zu suchen, wornach wir uns verzehren, wornach wir suchen und streben wie die Blüte nach dem Sonnenlichte. Denn während die alte Großvateruhr gleichmütig vor sich hintickt, als wäre das alles nichts und vergebens – womit sie objectiv Recht behalten mag –, liegen zwischen jedem Herzschlag und jedem Atemzug eine endlose Zahl von Momenten der Glückseligkeit. Wenn wir einander ergo im Arme halten und nur dem Herzschlage und Atmen des andern lauschen, finden wir darin, was uns ausmacht, was wir suchen und was uns erfüllt. Wir vermögen einander zu erfüllen – auszufüllen – und den Schmerz der ewigen Vergänglichkeit zu stillen, so wir nur bereit sind, uns darauf einzulassen. Hörst Du, wie der Rhythmus des Herzens und der Zug des Atems durch die Stille dringen und die alte Großvateruhr übertönen? Dieselbe mag sich in Ehrfurcht verneigen oder in ihrem Gleichmut weiterticken. Was geht’s uns an, so wir doch einander haben?
17.8.10 12:45
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Juju(: / Website (17.8.10 16:06)
der letzte Satz, ist der schönste♥

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen















Gratis bloggen bei
myblog.de